Vorausschicken möchte ich nochmal, dass ich keinen überreden will, weder zum Reader noch zu einer bestimmten Firma. Für MICH ist er gut, der e-Reader, für dich kann es anders sein. Man muss sich selbst informieren und sich befragen, ob er den Lesegewohnheiten entgegen kommt. Ein wichtiger Punkt dabei: das Lesematerial, denn darum geht es ja letztlich.
Noch einmal: der Reader ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung. Nie werde ich meine Fotobücher oder andere Bücher mit vielen Bildern aus der Hand geben. Die will ich immer in Papier haben. Für den e-Reader gibt es für mich persönlich drei Gruppen von Büchern:
- ‘Verbrauchsliteratur’: Romane, Krimis, Thriller, die ich nur einmal lese und die nicht dauerhaft in meinem Regal stehen müssen. (Wie das mit dem Weiterverleihen geht, ist mir immer noch nicht klar …)
- Sachbücher ohne Fotos: Davon gibt es eine ganze Menge inzwischen, zumindest die Themen, die mich interessieren.
- kostenlose Klassiker
Wenn man sich für den Kindle entscheidet, muss man sich darüber im Klaren sein, dass man sich damit an Amazon bindet. Sie haben ihr eigenes Reader-Format. Fotos haben meist das .jpg-Format, Texte oft .odt (‘Writer’ von OpenOffice) oder .doc von MS Word. Für Musik ist es .mp3 und für e-books … nun, das ist das Problem. Es gibt verschiedene Formate und nicht jeder Reader kann alle lesen. Hier eine Übersicht.
Auf dem Kindle kann ich also nur die amazon-eigenen lesen. Allerdings gibt es ein Freeware-Konvertierungsprogramm: calibre, das sogar von Amazon selbst empfohlen wird. Damit kann ich Formate umwandeln, natürlich nur, wenn sie nicht mit Kopierschutz versehen sind. Bis jetzt kenne ich es noch nicht. Handbücher in Deutsch gibt es hier.
e-Books sind meistens etwas billiger als Papierbücher, z.B. ‘Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg …’ € 11,99 für den Kindle und € 14,99 broschiert. Doch eigentlich müssten sie noch billiger sein, denn es fallen eine Menge Kosten nicht an wie z.B. Lagerhaltung.
Wer jetzt entrüstet den Kopf schüttelt, weil ja nun alle Buchläden pleite gehen, der lese mal den Blogartikel bei Perun. Ich kaufe überall, auch in der kleinen Vorortbuchhandlung, wo ich alles immer bestellen muss. Das habe ich mir dann vorher online angeguckt. So gleicht sich doch einiges aus ;-)
Bücher umsonst: alle copyrightfreien Klassiker bekommt man für € 0,00. Allerdings hapert es da manchmal mit der Übertragung ins e-book-Format. Das wird anscheinend von Freiwilligen gemacht und da bleiben Rechtschreibfehler nicht aus. Und doch habe ich mir eine Menge von denen heruntergeladen und werde jetzt noch mal freiwillig lesen, was früher in der Schule nur unter Zwang geschah. (April goes literature ;-)
- Nächster Blogeintrag: die Sache mit den PDFs – eigene Bücher – Zubehör -
P.S. Manchmal gibt es auch Aktionen bei A.: zwischen Weihnachten und dem 6. Januar konnte man jeden Tag ein deutschsprachiges Buch umsonst herunterladen und im Moment läuft immer noch der ‘Deal des Tages’, der allerdings nur englischsprachige Bücher betrifft, die man für 99 cent erwerben kann.