Trügerische Idylle

Juli 8, 2008

Wie kann man nur in der Nähe des Ätna oder des Vesuvs wohnen?! Fruchtbare Erde? Heimat? Was ist das angesichts der Bedrohung, angesichts der möglicherweise eintretenden Katastrophe, die viele Menschenleben kosten kann?!

Aber so sehr viel anders machen wir es doch hier in Deutschland doch auch nicht, wage ich mal zu behaupten. Schauen wir diesen idyllischen wunderschönen See:

Er ist von sanften Hügeln umrahmt und hin und wieder klingen die Glocken der Abtei Maria Laach herüber. Leise glucksend schlagen kleine Wellen ans Ufer und an einigen Stellen blubbert es sanft. Das sind Kohlendioxidblasen, die aus dem Magma der heißen Zone (Hot Spot, Plume) ihren Weg nach oben finden.

Wie bitte? Eine Magmakammer unter der Eifel? Sehr richtig, die Eifel ist vulkanisch und der dortige Vulkanismus ist geologisch gesehen jung. Die meisten Menschen gucken ungläubig, wenn man ihnen sagt, dass die Eifelvulkane nur schlafen und “jederzeit” wieder ausbrechen können. Geologisch gesehen bemisst sich die Zeit in Jahrtausenden und nicht nach “Menschenzeit”. Trotzdem: es könnte in ein paar Monaten passieren, in 10 Jahren, in 100 oder 1000 oder noch später. Der letzte Ausbruch ist ‘erst’ 11.000 Jahre her; die ganz große Katastrophe ereignete sich vor 12.900 Jahren genau hier an diesem idyllischen Fleckchen, das jetzt “Laacher See” heißt. (Fortsetzung folgt)


Fatal Error

Juli 4, 2008

Ich lach mich schlapp. Das kommt davon, wenn man ‘was Schweinisches’ lesen will. In einem Newsletter war die Rede vom Erstlingsroman der ehemaligen Viva-Moderatorin Charlotte Roche. Er hat wohl ungeheure Kontroversen ausgelöst. “Wie eklig ist das denn?” Mir scheint, alle verurteilen, aber alle lesen. Also wollte ich auch mal, gucke bei Tauschticket und bestelle mir “Feuchtgebiete, einen Naturführer”. Große Überraschung, wirklich.

Sollte das nun so sein? Soll ich es nicht lesen? Muss man so was Ekliges überhaupt lesen? Ohne es tatsächlich gelesen zu haben sage ich: “Nein, bah!”. Wenn ich mir aber die Interviews mit der Autorin angucke, dann macht es mich schon ein wenig nachdenklich, was sie sagt und ich finde, sie hat in einigen Punkten Recht. Viel Natürliches wird unterdrückt und von der Kosmetik- und Werbeindustrie für ihre Zwecke ausgenutzt. Normale Frauen sind anders als die hochgestylten rasierten Models, die uns allenthalben als Leitbilder vorgehalten werden. Trotzdem weiß ich nicht, ob es nötig ist, in einem Buch so sehr zu übertreiben, um eine Botschaft rüberzubringen.

Zwei Dinge hat sie jedenfalls erreicht: man diskutiert dieses Thema und ihr Buch ist ein Bestseller geworden.

Links: (ich frage mich übrigens, ob es irgendeine Zeitung/irgendeinen Sender gibt, der sie nicht interviewt hat …

Brigitte-Interview

Stern-Interview (Video)

Rezension taz

Spiegel-Interview

Faz-Interview


Gewohnheitstier

Juli 3, 2008

Ich meine mich, z.B. was Blogdesign anbetrifft, die Gestaltung der Tageszeitung, wie der Supermarkt eingeräumt ist (wehe, die räumen um) oder Krimis. Ja, auch die. Die A-B-C-Romane von Sue Grafton haben mir gefallen, so dass ich am liebsten keine anderen Krimis mehr gelesen hätte. Nun stehe ich gerade auf Fred Vargas und da konnte ich mich zuerst gar nicht an “Eifelkreuz” von Jacques Berndorf gewöhnen, obwohl ich die Eifel-Krimis doch mal so toll fand. Jetzt hab ich das Buch aus, nett, aber abgehakt.

Es ist wie mit dem Essen im Restaurant, nur umgekehrt. Wenn mir das noch nach Stunden aufstößt, war es zu fett und somit nicht gut. Wenn ich noch nach Tagen im Bann eines Buches stehe, dann war es sehr gut. Mein höchstes Lob: ich BEHALTE das Buch, weil ich es vielleicht noch mal lesen werde, z.B. das ‘andere Buch’ über die Eifel. Doch davon später mal.


‘Hunger’

Juli 3, 2008

Ich könnte jeden Tag wer-weiß-was verschlingen und langsam machte sich Unbehagen breit, weil die Vorräte zur Neige gehen, weil die Bücherstapel kleiner werden. Aber wie durch Zufall erscheinen gerade jetzt im Sommer  Lesetipps in verschiedenen Blogs. Also wird mein Lesehunger gestillt werden können.


Listen to the lyrics

Juli 1, 2008

sag ich zu mir selbst: ” … the beach so near at hand … join me on the gilded sand …” (Mike and the Mechanics) - Ja, das sollte ich (join). Mach ich, so bald wie möglich.