Von Linz über die Erpeler Ley nach Unkel (4)

Juli 10, 2009

Unkel

Nachdem wir die Felder hinter uns gelassen haben, geht es durch den Wald abwärts nach Unkel. Hochwasserfrei über dem Rhein die Kirche mit Friedhof, aber wer dort liegt, kann die Aussicht nicht mehr genießen. Dabei kann man von hier den Drachenfels sehen. Gräber mit uralten Steinkreuzen stehen am Rande. Nicht nur dort, sondern im ganzen Örtchen ist es still; Rummel findet wohl nur am Wochenende statt. In einem Geschäft gibt es scheußliche Ansichtskarten, aber drinnen haben sie noch schöne Fotos, die als Postkarten gestaltet sind. Ich kaufe eine für Martha aus dem Wallis. Gleich im “Lämmlein” werde ich sie schreiben.

The walk continues through the forest, down to little town of Unkel. From the church and the old graveyard high above the Rhine you have a view of “Drachenfels”, one of “the seven mountains”.

Pützgasse, Unkel am Rhein

Jetzt haben wir unser Ziel erreicht, die Pützgasse, die schönste von Unkel. Sie führt direkt an den Rhein hinunter, auf die Promenade. Von dort kann man auf den Häusern die Hochwassermarken sehen, erschreckend. Diese kleinen Rheinorte haben leider keinen Hochwasserschutz. Wir setzen uns ins “Lämmlein“, wo schon die Trauben von der Decke hängen, grün und klein noch, und bestellen uns eine Käseplatte und einen leichten Rheinwein. Ein schöner Ausklang eines  wunderbaren Tages.

We enter “Pützgasse”, the most beautiful and romantic alley of that little place. Go down and you will find yourself at the Rhine promenade where you can see little tokens on the walls which indicate the floods of “Father Rhine”. He can be quite furious. We go to the wine house “Little Lamb”, have some wine and cheese. A wonderful end of a great day.

Im Lämmlein

P.S. Willy Brandt hat in Unkel 13 Jahre seines Lebens verbracht und starb auch dort.

Willy Brandt lived in Unkel for 13 years and he died there.


Die oder ich! They or me!

Juli 10, 2009

Amazon hat anscheinend eine Partnerschaft mit einer N.a.z.i-Gruppierung. Dann kann ich dort leider kein Kunde mehr sein, was ich ihnen gerade per Mail mitgeteilt habe.

s. auch eine Veröffentlichung des Landes Brandenburg und ein Artikel im Handelsblatt (beide via Frau Momo)

Bei Bigi findet sich unter der Kommentarnummer 10 der Faxtext von Frau Momo und die Faxnummer. Auf Mails reagieren sie angeblich nicht.

As Amazon has commercial contacts with N.A.Z.I organisations I cannot order books there any more.


Von Linz über die Erpeler Ley nach Unkel (3)

Juli 10, 2009

Bei Orsberg

Nachdem wir uns (annähernd) satt gesehen haben, brechen wir zur letzten Etappe auf, 5 km bis Unkel, so gut wie nichts, denn es geht nur noch auf der Ebene entlang und zum Schluss abwärts. Ein wenig Wald und dann öffnet sich die Landschaft: links am Hang das Dorf Orsberg, rechts Getreidefelder mit ‘Bergen’ im Hintergrund (der Westerwald), über allem ein langsam bedrohlich aussehender Himmel. Ein Mähdrescher arbeitet und wir beeilen uns, obwohl  ich lieber gemächlich gegangen wäre und Fotografierstopps eingelegt hätte. Ich finde diese Landschaft wunderschön.

After having enjoyed the view from Erpeler Ley we continue our trip: 5 kilometres to Unkel, a nice walk on the plains, a village on the left, fields and the hills of ‘Westerwald’ on the right. More and more dark clouds and we start to hurry a bit.

Oberhalb von Orsberg

In der Ferne scheint es schon zu regnen und wir können nun kaum noch hoffen, davonzukommen. Unsere interessanten Gespräche stellen wir ein, denn den Atem brauchen wir fürs schnelle Gehen. Ab und zu versichern wir uns, dass wir ohnehin nichts machen können und einfach weiter gehen müssen. Es gibt kein Zurück. Später auf der Bahnfahrt sehen wir, dass es um Bonn-Beuel herum geregnet hat und bei uns zu Hause sogar gehagelt.

It looks like rain in the far distance and our hope to escape dry vanishes. We stop talking because we need our breath for walking very fast. There is no way back; we have to go forward. Later, on the train we see that it has rained heavily and at home in Cologne it was even worse, with hail.

Oberhalb von Orsberg

- Mein Lieblingsbild – my favourite photo -


Gedankensplitter – Tit & Tat

Juli 9, 2009

Alles, was für einen Blogeintrag zu wenig/zu kurz ist und fast eine Art Wochenrückblick …

A lot of stuff, too short to make a posting of … (Please scroll for the English version)

  • Gestern 230 Besucher, viel für mich, aber unerklärlich. Die karge WP-Statistik hilft auch nicht weiter. Aber egal …
  • Vorgestern Nacht hat ein Mülltonnendieb die unsrige gestohlen – wahrscheinlich dachte er, die Zahl da drauf bringt Glück. Wisst ihr, was jemand mit einer vollen Mülltonne macht? Trotz emsiger Suche nicht wiedergefunden. Aber egal …
  • Post aus dem Wallis. Ach, wie schön, liebe Martha! Ich danke dir und freue mich. Außerdem: Urlaubserinnerungen. Bellwald, Mutti und Schranni ;-), Fiescher Gletscher, der grüne Rhônegletscher …
  • Vorgestern in Unkel an Martha gedacht und jetzt ist eine Karte von dort unterwegs in die Schweiz. Es muss ja nicht unbedingt Köln sein.
  • Ich habe Herrn April eine Schmorpfanne gekauft, sehr teuer. Aber er ist begeistert und schwärmt und das Kochen macht ihm jetzt noch mehr Spaß (hihi :-)). Ich gehe drauf ein und dämpfe ihn nicht … Er darf jetzt immer kochen, ich bin gerne Küchenmagd und schnippel ohne Verantwortung vor mich hin. Das Kreative überlasse ich ihm.
  • Ich überlege, ob ich ihm noch mehr Kochgeräte von dieser Firma schenke ;-)
  • Das Wetter ist seltsam: wie im April. Ich habe wohl in jeglicher Hinsicht den richtigen Namen gewählt. Jetzt ist es draußen klatschnass. Aber egal.
  • Ich hab’s getan, endlich. Das Fotobuch “Ahnen” in Auftrag gegeben. Ich bin gespannt und bibbere … Wird es gut werden? Wird es mir gefallen? Wird es sein Geld wert sein?
  • Gelesen: Peter Lückemeyer, Von den Großen lernen, Fischer. Ich habe nicht wirklich was gelernt, aber mich amüsiert und nette Stunden mit diesem Büchlein verbracht (eines der drei, Wildgans).
  • Enttäuschungen kann man erst mal ‘abheften in die Wiedervorlage’. Man muss sich nicht SOFORT damit auseinandersetzen. Ruhen lassen und wenn der Schmerz abgeklungen ist, wieder angucken. Es muss nicht alles sofort sein.
  • Manche reden ‘links’ und leben ‘rechts’ :-(
  • Jetzt hab ich immer noch kein “H” gepostet …

* * *

  • 230 visistors yesterday … strange. Where from?
  • The night before yesterday someone stole our dustbin. Hm, it was full?! But perhaps the lucky number was interesting? So what!
  • A picture postcard from Martha, Wallis Switzerland. Oh, Internet, I love you.
  • The day before yesterday during my Rhine trip I thought of Martha and sent her a postcard from there, Unkel/Rhine.
  • I bought a very expensive pan for Mr April. Now he likes cooking even more. He is enthousiastic about this little darling.
  • I’m planning to buy him another pan for his birthday *lol*
  • The weather is strange. But never mind. My nick name: April Showers. No wonder.
  • Some disappointments … I’ll think about that later, said Scarlett O’Hara.
  • Some talk ‘green’ and live ‘right/conservative :-(
  • Oh, I forgot to post some “H” for the ABC-project.

Wer schreibt gerne?

Juli 9, 2009

Donna ruft zu einem Kurzprosa-Schreibprojekt auf. Traut euch. Je mehr dort mitmachen, desto besser. Und es ist Zeit genug.