“Der gestohlene Engel”

Manche Bücher sind wie Zigarettenschacheln: sie sollten mit einer Warnung bedruckt sein. “Achtung! Nur an einem verregneten Wochenende beginnen!” Ich wollte nur mal eben in dieses funkelnagelneue Buch reinschauen, geschenkt vom Droemer-Knaur-Verlag mit der Bitte um eine Rezension. Als ich eine Viertelstunde später auf die Uhr schaute, fiel mir das Buch fast aus der Hand. Ich habe es gerade noch geschafft, pünktlich zur Arbeit zu kommen.

Sabine Kornbichlers “Der gestohlene Engel” ist ein Roman, an dem man sich festbeißen und den man kaum noch aus der Hand legen kann. Schon von der ersten Seite an wird der Leser derart in das Geschehen hineingezogen, dass man ganz dringend wissen möchte, wie es mit den drei Freundinnen und ihren Problemen weitergeht.

Wie wird es der krebskranken Ariane und ihrer kleinen Tochter weiter ergehen? Wird die Erzählerin sich wieder mit ihrem Mann versöhnen? Warum benimmt sich Judith so seltsam? Hat sie etwas zu verbergen?
Und vor allem: Was ist mit dem goldenen Engel, der mit kostbaren Steinen besetzt ist und ein Geheimnis birgt?

Alle diese Fragen lassen den Leser atemlos weiter verfolgen, wie die Erzählerin die Spur des Engels verfolgt, um seinen Besitzer zu finden. Über all dieser Handlungsspannung darf man getrost ein paar Unwahrscheinlichkeiten übersehen und auch die etwas schwache Ausarbeitung der Hauptcharaktere. Man kann eben nicht alles haben! Als Krimi allerdings würde ich diesen Roman nicht bezeichnen, eher als Psychothriller, der vor allem Frauen gefallen wird.

4 Antworten zu ““Der gestohlene Engel””

  1. Liisa sagt:

    Wie? Der Droemer-Knaur-Verlag schenkt Dir einfach so ein Buch und bittet um eine Rezension? Nicht schlecht, zumal, wenn das Buch auch noch gefällt! Dir ein schönes restliches Wochenende! :)

  2. Ulinne sagt:

    Hm … hört sich gut an.
    Bin zwar in letzter Zeit nicht mehr so die wahnsinnge Leseratte (werde dauernd müde beim Lesen, und mir fallen nach ein paar Seiten fast die Augen zu), aber dieses Buch scheint doch recht fesselnd zu sein. Mal schauen … ;-)
    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende, Ingrid, und grüße dich mal wieder ganz lieb
    Ulrike

    @Liisa:
    Der Aufbau-Verlag macht das auch. Ich bekomme ständig Rezensions-Angebote, nur … ich nehme sie nicht wahr - aus oben kurz erwähnten Gründen.
    Für meine Bücher kann man (allerdings nur als Presse) ebenfalls kostenlose Rezensions-Exemplare anfordern. Biste nicht bei irgendeinem Blättken freie Mitarbeiterin … *grins*

  3. april sagt:

    @Liisa: Das kommt alles durchs Internet. Ich hatte mich mal vor vielen, vielen Monaten bei Droemer-Knaur angemeldet (mit einer Proberezension), weil ich davon in einem Blog gelesen hatte. Da ich nie mehr was hörte, hatte ich die ganze Sache längst vergessen, bis dann dieses Buch ankam. Es ist zwar nicht die ‘große Literatur’, aber mir hat es gefallen. Man kann sich ein paar schöne Stunden damit machen.

    @Ulrike: Danke für deine lieben Grüße. Ich war übrigens auch ganz schön hin- und hergerissen zwischen Lesen und Garten, aber da die Schön-Wetter-Tage ja so sehr rar sind, war ich dann auch bei jeder Gelegenheit draußen. Wenn ich dann körperlich schrecklich müde bin, kann ich immer noch ein Buch zur Hand nehmen. - Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende, egal, ob drinnen oder draußen :-))

  4. landgefluester sagt:

    Danke für den Lesetipp. Von Sabine Kornbichler habe ich das Buch “Klaras Haus” gelesen, das mir sehr gut gefallen hat.
    Ich wünsche Dir eine schöne Zeit in Deinem auslaufenden Berufsleben und viel Vorfreude auf die Zeit danach. Alles Liebe für Dich.

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