19. April 2008
Manche Bücher sind wie Zigarettenschacheln: sie sollten mit einer Warnung bedruckt sein. „Achtung! Nur an einem verregneten Wochenende beginnen!“ Ich wollte nur mal eben in dieses funkelnagelneue Buch reinschauen, geschenkt vom Droemer-Knaur-Verlag mit der Bitte um eine Rezension. Als ich eine Viertelstunde später auf die Uhr schaute, fiel mir das Buch fast aus der Hand. Ich habe es gerade noch geschafft, pünktlich zur Arbeit zu kommen.
Sabine Kornbichlers „Der gestohlene Engel“ ist ein Roman, an dem man sich festbeißen und den man kaum noch aus der Hand legen kann. Schon von der ersten Seite an wird der Leser derart in das Geschehen hineingezogen, dass man ganz dringend wissen möchte, wie es mit den drei Freundinnen und ihren Problemen weitergeht.
Wie wird es der krebskranken Ariane und ihrer kleinen Tochter weiter ergehen? Wird die Erzählerin sich wieder mit ihrem Mann versöhnen? Warum benimmt sich Judith so seltsam? Hat sie etwas zu verbergen?
Und vor allem: Was ist mit dem goldenen Engel, der mit kostbaren Steinen besetzt ist und ein Geheimnis birgt?
Alle diese Fragen lassen den Leser atemlos weiter verfolgen, wie die Erzählerin die Spur des Engels verfolgt, um seinen Besitzer zu finden. Über all dieser Handlungsspannung darf man getrost ein paar Unwahrscheinlichkeiten übersehen und auch die etwas schwache Ausarbeitung der Hauptcharaktere. Man kann eben nicht alles haben! Als Krimi allerdings würde ich diesen Roman nicht bezeichnen, eher als Psychothriller, der vor allem Frauen gefallen wird.
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16. April 2008
oder eher: Tat and Tit ;-)
„Herr April“, sag ich, „guck mal, dieser alte Mann, wie schick …“

„Frau April“, erwidert er, …

„Na gut, ich passe …“
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Dies und Das |
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Verfasst von april
14. April 2008
Nomen est Omen. Wenn eine Band schon so heißt! Ein Köbes ist ein Kölsch-Kellner, ein Kellner in einem echt kölschen Brauhaus. Aber Underground, wie passt das zusammen? Ganz einfach und typisch kölsch: „Köbes Underground“ ist die Hausband der Stunksitzung.
Un wat is dat? In drei Worten: eine alternative Sitzung. Wer es genauer wissen will … Aber wieso denn Sitzung? Ist denn schon wieder Karneval? Ich kann nur sagen, in Köln artet so manche Feierlichkeit in Karneval aus. Das Gefühl hatten wir bei einem Auftritt dieser Coverband bzw. Bigband (Drums und Percussion, Bass, 2 Gitarren, 2 Keyboards, 4 Bläser – toll, dat Mädchen, dat einzige, mit Flöte und Saxophon).
Sie spielen nur gecoverte Titel, mit deutschem Text, gespickt mit kölschen Brocken und viel Wortwitz und einer Menge Anspielungen auf lokale Vorkommnisse und natürlich Seitenhieben auf den kommerziellen Karneval. Vor nichts haben sie Respekt, diese kölschen Revoluzzer (deren Frontmann Ecki aus Anröchte im Sauerland stammt *lol*); Der fetzige Rocksound riss den Großteil vom Hocker; schnell war eine Tanzfläche freigeräumt. Nicht die Alten blieben sitzen, nur die Altgebliebenen und wahrscheinlich nie jung Gewesenen. Singen, Tanzen, locker lassen, einfach nur fröhlich sein – das sollte man doch glatt öfters machen.
Der kölsche Türke (Ozan Akhan) war der Liebling des Publikums. Warum können wir nicht immer so zusammen feiern und lachen? Man merkt, dass wir was gemeinsam haben, die Türken (manche) und die Kölschen (manche). Akhans Muezzinruf klang sehr echt, aber wenn man genau hinhörte, sang er „Heidewitzka“. Man glaubt es kaum, aber das geht. Es geht auch, in so einem Kontext das ‘Moscheethema’ anzusprechen bzw. hier anzusingen.
Ich weiß jetzt schon, zur nächsten Stunksitzung werde ich gehen (auch wenn Karten schwer zu kriegen sind) und „Köbes Underground“ habe ich nicht zum letzten Mal erlebt.
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Köln / Cologne |
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13. April 2008
dann gibts zwei Überraschungen. Zuerst eine Postzustellungsurkunde. „Oha“, dachte ich, „so ungewohnt fix, die Behörde?!“ Aber dann wurden sie dem Bild, das ich von ihnen habe, doch noch voll gerecht: Der Brief enthielt ein Anschreiben, aber keine Urkunde. Na sags ich doch: Zu DOOOOOF, um eine Urkunde zustellen zu lassen.
Der zweite Postbote überreicht mir einen dicken Umschlag mit einem funkelnagelneuen Krimi. Vor Jahren (so scheint es mir) habe ich mich mal mit einer Proberezension bei Droemer-Knaur angemeldet und jetzt bin ich also für dieses Buch Testleserin. Von dieser Art Überraschungen kann man mehr gebrauchen.
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Das Leben |
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Verfasst von april
11. April 2008
„Zwei Esel auf dem Jakobsweg“ – der Engländer Tim hat es sich in den Kopf gesetzt, den Jakobsweg mit einem Esel zu gehen. Sehr praktisch, so braucht man sein Gepäck nicht selbst zu schleppen. Dafür gibt es andere ungeahnte Schwierigkeiten. Das fängt schon mit einem „Esel-Pflegekurs“ ;-) an und hört mit dem Kauf von Shinto kurz vor der spanischen Grenze noch lange nicht auf.
Noch ein Pilgerbuch, das unter den vielen anderen angenehm und originell heraussticht, nicht nur wegen der ungewöhnlichen Reiseart, den vielen Problemen, mit denen er durch seinen ‘Begleiter’ zu kämpfen hat, sondern auch wegen der originellen und kritischen Sichtweise des Autors. Er findet Coelho und MacLaine zu abgehoben, was meiner Sichtweise entgegenkommt.
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Buch- und Filmtipps | Mit Tag(s) versehen: Jakobsweg, pilgern, Santiago |
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Verfasst von april