Feuchte Kühle statt feuchter Schwüle

31. Mai 2008

Doch wieder Socken an, gießen brauch’ ich den Garten jetzt nicht mehr und wir machen es uns drinnen gemütlich, bei Lampenlicht, unter Donnergrollen. Draußen ist es gelblich-dämmerig; dabei ist es noch nicht mal ganz 15.00 Uhr. Das Wetter meint es gut mit mir; ich muss korrigieren, die letzte, allerletzte Klassenarbeit meines Lebens. Ich glaub’ es kaum, aber es fühlt sich wunderbar an …


Komisch-komisch

30. Mai 2008

…, nicht lustig-komisch, so kommt einem ausländischen Jugendlichen das deutsche Rechtssystem vor (in einem Forum gelesen). So kann man es mit viel Ironie und Sarkasmus auch sehen. Gestern wurde der inzwischen 18-jährige sog. „Koma-Schläger“ zwar für schuldig befunden, aber der Richter blieb noch unter dem Antrag des Verteidigers. Erdinc S. wird nicht bestraft: keine Strafe auf Bewährung, keine Geldstrafe, noch nicht mal Sozialstunden. Er muss lediglich eine Psychotherapie und Anti-Aggressionstraining machen.

Da schlägt ein (damals) 17-Jähriges Gangmitglied einen Mann vor den Augen von vier Kindern so stark, dass der eine Schädelfraktur erleidet, mit dem Kopf an eine Telefonzelle knallt und ins Koma fällt. Er wird nie mehr ganz gesund werden, während der Täter geschniegelt und gestylt und offensichtlich gut durchtrainiert aus dem Gerichtssaal spaziert, UNBESTRAFT. Nach seinen eigenen Aussagen kann er sich nicht beim Opfer entschuldigen, da das ‘gegen seine Ehre sei’.

Unglaublich der Gerichtssprechers: „Er hat die Provokation nicht gesucht, sondern so, wie es im Milieu üblich ist, adäquat gehandelt.“ Dabei war diese Tat nicht seine erste. Erdinc S. gilt als Intensivtäter.

Es kann nicht sein, dass man solch eine Tat begeht und dann nicht zur Verantwortung gezogen wird. Das ist sicher im Strafgesetzbuch, auch im Jugendrecht, nicht so gewollt. Was denkt sich dieser Richter? Steht er unter Druck? Ist er bedroht worden? Bestochen? Sind das seine ganz speziellen Ansichten?

Mal abgesehen davon, dass so ein Urteil dem Opfer hohnlachend ins Gesicht schreit, sehe ich noch andere Gefahren:

Der Glaube an die Gerichte, an Gerechtigkeit leidet Schaden und das ist nicht gut. Die Braunen stürzen sich auf solche Fälle und schlachten sie aus; das ist nicht gut. Der Gedanke an Selbstjustiz kommt auf und das ist nicht gut. Jugendliche sehen, dass sie selbst mit schlimmen Taten, selbst als Wiederholungstäter durchkommen und das ist nicht gut. Wie sollen wir mit Gewalt in der Schule umgehen, wenn es selbst vor Gericht keine Sanktionen gibt. (Noch ein Grund, warum ich froh bin, aufhören zu dürfen).

Joachim Frank vom Kölner Stadtanzeiger sieht es genau so in seinem Kommentar.


Da hilft kein Ohro-Pax

28. Mai 2008

Bei diesem unangenehm schwülen Wetter schwitzen wir alle. Hier die ultimativen Tipps für Supermarkt-Kunden/Kundinnen (und andere Zeitgenossen/-genossinnen):

  • Man kann sich die Achselhöhlen rasieren.
  • Man kann ein Deo benutzen.
  • Man kann sich mit Seife waschen, morgens und abends und gegebenenfalls auch noch mal zwischendurch.
  • Man kann die Kleidung wechseln, täglich vielleicht, oder so.

Alles gerne auch in Kombination verwendbar. (Und morgen nehme ich mir eine Wäscheklammer zum Einkaufen mit.)


Typisch weiblich?

26. Mai 2008

Krisenmanagement am frühen Morgen ist angesagt: mein immer zuverlässiger Opel Vectra springt nicht an. Schule anrufen: ich werde zu spät kommen, mit Bahn und Bus (sowieso immer zu spät ;-). ADAC anrufen: Gilt das als Panne? Ja, wir kommen. – Ach, lassen Sie sich Zeit, ich muss zuerst zur Arbeit.

Und später kommt der ‘gelbe Engel’, superpünktlich, supernett. „Wie alt ist Ihr Auto?“ – „Öhmmm, na so 6 oder so. 7 ??“ (typisch weiblich?) – Kilometerstand? – öhhhmmm – So ungefähr? – öhmmm … na so ungefähr …“ Typisch weiblich?

Glaub ich nicht, eher: einfach unwichtig.

In die Kategorie „oberpeinlich“ gehört dann allerdings das Zögern beim Nennen des Kennzeichens. Wo es doch mit meinem Geburtsdatum zu tun hat. Aber mal ehrlich: auch das ist mir alles unwichtig.

P.S. 8 Jahre alt, Auto und Batterie, ich ein bisschen älter *gg*


Ein Privatroman

17. Mai 2008

So nennt Elfriede Jelinek ihr neuestes Werk: „Neid“ im Untertitel. Dieser Roman wird nicht verlegt, sondern er kann im Internet auf Jelineks Website kostenlos gelesen werden. Ich allerdings habe ein Buch gerne in der Hand und sitze damit im gemütlichen Sessel. Ihre Seite jedoch: eine Entdeckung, auf der es so dies und das zu lesen und zu sehen gibt und auf der man lange im Literarischen stöbern kann.