Zwangsweise kartenlos (So, 3. Mai)

Altes Zolltor, Leutesdorf/Rhein

Der Schein trügt … “Vater Rhein” fließt so gemächlich und ruhig dahin, aber er kann auch anders. In allen Rheinorten findet man Hochwassermarken und die sind erschreckend. Wenn es so hoch stand wie hier am alten Zolltor in Leutesdorf, wie weit mag es dann in den Ort eingedrungen sein?! Leider ist zu befürchten, dass dies nicht das letzte schlimme Hochwasser war.

Oberhalb von Leutesdorf

Wir machen uns auf, den Rhein von einer höheren Warte aus zu betrachten. Ich wundere mich, nach der langen Winterpause so mühelos hochsteigen zu können. Erst mal oben, läuft der ‘Rheinsteig’ wunderbar eben und bietet herrliche Ausblicke in die Landschaft. Der Ginster blüht im felsigen Gelände, Schmetterlinge gaukeln durch die Frühlingsluft und es summt und brummt überall.

Oberhalb von Leutesdorf

Wir finden den Weg auch ohne Karte. Herr April hat Ausschnitte aus dem Kartenblatt kopiert, im Zug ständig damit herumhantiert und sie dann liegenlassen. Es gefällt mir, dass er mal ohne Karte in der Hand daher geht. Doch … hätten wir die Karte gehabt, wären wir nicht nach Rheinbrohl hinuntergegangen, sondern hätten den noch längeren Weg um die Ruine Hammerstein herum genommen. Das allerdings hätte wieder einen längeren Anstieg bedeutet. Am Ende sind wir froh, dass die Tour fürs erste Mal nicht zu lang war.

Eine Antwort hinterlassen