Was tun?

7. Mai 2008

Lecker Spargel, fast gestochen frisch (frisch gestochen), aber vergessen, ‘Holländische Soße’ (im Tütchen) zu kaufen . Auf die Schnelle ein schnelles Rezept gesucht und gefunden, im Mikrowellenkochbuch. Wer die ablehnt, braucht jetzt nicht weiterzulesen. Als ich das komische Rezept las, wollte ich auch nicht mehr weiter lesen machen. Aber in der Not … entdeckt frau eine kleine Köstlichkeit.

Holländische Soße

Und so geht’s:

  1. Zwei kleine Schüsselchen bereit stellen, in eines 100 g Butter geben und bei 500 Watt in 2 Minuten flüssig werden lassen
  2. Im zweiten 2 Eigelb mit 3 EL Weißwein, 1/2 TL Essig und 1/2 TL Zitronensaft leicht schaumig schlagen
  3. 1 Minute bei 360 Watt stocken lassen
  4. Nicht erschrecken, wenn das jetzt misslungen aussieht ;-)
  5. Wenn man die flüssige Butter nach und nach unterrührt, wird eine wunderbare Holländische Soße daraus
  6. mit Salz und Pfeffer würzen

Zwangsweise kartenlos

6. Mai 2008

Altes Zolltor, Leutesdorf/Rhein

Der Schein trügt … „Vater Rhein“ fließt so gemächlich und ruhig dahin, aber er kann auch anders. In allen Rheinorten findet man Hochwassermarken und die sind erschreckend. Wenn es so hoch stand wie hier am alten Zolltor in Leutesdorf, wie weit mag es dann in den Ort eingedrungen sein?! Leider ist zu befürchten, dass dies nicht das letzte schlimme Hochwasser war.

Oberhalb von Leutesdorf

Wir machen uns auf, den Rhein von einer höheren Warte aus zu betrachten. Ich wundere mich, nach der langen Winterpause so mühelos hochsteigen zu können. Erst mal oben, läuft der ‘Rheinsteig’ wunderbar eben und bietet herrliche Ausblicke in die Landschaft. Der Ginster blüht im felsigen Gelände, Schmetterlinge gaukeln durch die Frühlingsluft und es summt und brummt überall.

Oberhalb von Leutesdorf

Wir finden den Weg auch ohne Karte. Herr April hat Ausschnitte aus dem Kartenblatt kopiert, im Zug ständig damit herumhantiert und sie dann liegenlassen. Es gefällt mir, dass er mal ohne Karte in der Hand daher geht. Doch … hätten wir die Karte gehabt, wären wir nicht nach Rheinbrohl hinuntergegangen, sondern hätten den noch längeren Weg um die Ruine Hammerstein herum genommen. Das allerdings hätte wieder einen längeren Anstieg bedeutet. Am Ende sind wir froh, dass die Tour fürs erste Mal nicht zu lang war.


Nebliger Abend

3. Mai 2008

Der Pessimist sagt: „Warum muss so was immer abends oder am Wochenende passieren?“Der Optimist sagt: „Ein Glück, dass wir zu Hause waren. So ist nichts Schlimmeres passiert.“

Herr April findet, dass ich zu gut höre, besonders nachts, wenn man schlafen sollte und nicht nach irgendwelchen ungewohnten Geräuschen horchen. Er findet auch, ich habe zu viel Phantasie. Ich wiederum denke, dass man davon gar nicht genug haben kann.

Im ersten Moment, als ich ein leises Plätschern hinter der Eisentüre höre, denke ich, da steht einer und pinkelt in unsere Waschküche. Im zweiten Moment fällt mir ein, dass es auch dann rauscht, wenn oben die Wasserspülung betätigt wird. Im dritten Moment fällt mir ein, dass die Abwasserrohre ja gar nicht durch DIESEN Keller laufen. Und dann öffne ich die Tür!

Hatten wir gerade noch von Party- oder Folterkeller geredet, so sah es jetzt eher nach Sauna aus. Alles vernebelt und munter rinnt das Wasser. Heizanlage und Warmwassertherme sind neu – wie kann das sein? Ich würde mich nicht wundern, wenn jetzt alles explodiert. (Herr A. hat Recht, doch zu viel Phantasie.)

Und dann die typische Rollenverteilung: Herr April versucht das Wasser abzustellen und schrubbt das Wasser in den Bodeneinlass, Frau April geht telefonieren, den sanitären Notdienst anrufen. Der Fachmann kommt und stellt das Wasser ab und macht damit der Zivilisation ein Ende. Die Heizung darf weiterlaufen, aber die Therme nicht. Da kann man mal fühlen, wie kalt ‘kaltes Wasser’ wirklich ist. Ich werde Warmduscher bleiben, mein Entschluss steht fest.

Ende gut, alles gut. Der Fachmann ist unglaublich pünktlich an diesem Samstagmorgen, die neue Pumpe ist blitzschnell eingebaut, an die erhöhte Rechnung wollen wir nicht denken, sondern lieber an den schönen Tag, der nun vor uns liegt. Gleich machen wir uns auf den Weg … (ich werde berichten, in Wort und Bild)