Ein Bekannter in gleicher Situation sagt, dass er nun seinen Abschied planen müsse. – ??? – Was gibt’s denn da groß zu planen? dachte ich. Man gibt einen aus und das wars dann. Wars das??
Ach je, es wird doch wieder eine dieser verdammten organisatorischen Großtaten werden, so ähnlich wie eine Klassenfahrt, nur zeitlich dichter (was eher von Vorteil ist). ‘Wann’ steht fest, zumindest der Tag, die Zeit nur ungefähr. Wer? Nicht nur jetzige Kollegen, auch ehemalige Weggefährten möchte ich gerne dabei haben, auch Nicht-Lehrer, mit denen es eine sehr angenehme enge Zusammenarbeit gegeben hat. Nur der Hausmeister … ich glaube, der kennt nach all den Jahren meinen Namen immer noch nicht :-(
Und die Schüler? Offiziell wissen sie noch nichts, aber in meiner Lieblingsklasse ist etwas im Gange. Ich möchte mich von allen verabschieden, aber da gilt es sehr aufzupassen, denn aus organisatorischen und stundenplan-technischen Gründen sehe ich sie alle an verschiedenen Tagen zum letzten Mal.
Vieles ist schon mit dem Lehrerrat geklärt: wer hilft mir aufbauen, Geschirr, was/wo, was zu essen und zu trinken?) Was sage ich zum Abschied? – Fragt doch der Chef, was ich mir für die Abschiedsrede wünsche? Wünsche ich eine? Ja, doch. Ich bin ‘gemein’ und möchte wissen, was ihm einfällt. Außerdem ist das Teil seines Jobs. Bisher hat er immer alles sehr nett gemacht. – Und da kann man sich was wünschen? „Nur ehrliche Worte“, hab ich gesagt.
Das gilt auch für mich selbst. Aber – ich werde alles Negative beiseite legen, alles, was mich nervt und stört unerwähnt lassen und nur die positiven Dinge erwähnen. Filtern. Alles andere kann ich ja hier im Blog auflisten …

