So kann man’s aushalten

Aber auch nur so, ganz still sitzen, sich nicht rühren, wenig an, damit in der heißen Schwüle nicht der Schweiß ausbricht. Nicht wie wir gestern, als wir dachten, dass man doch nicht immer zu Hause hocken kann und uns einfach in Richtung Bonn auf den Weg machten und dann spontan in Brühl ausstiegen. Erneut wieder nur von außen die Pracht geahnt. Irgendwann muss es mal mit der Besichtigung von Schloss Augustusburg klappen. Da haben wir dieses Klein-Versailles vor der Haustüre und ich habe es noch nie von innen gesehen.

Dafür ‘Menschen und Tiere gesammelt’: Bruno, der nicht gehorchen wollte und dem die Hitze egal war, denn er lief freudig aufgeregt hin und her und machte seiner Herrin ganz schön zu schaffen; der kleine Prinz, der um so lauter schrie, je mehr Mütter, Tanten, Großmütter sich um ihn bemühten; der versunken lächelnde Glatzkopf mit trägerlosem Top, der selbstvergessen seine Brusthaare kraulte und die vielsagenden Blicke der Vorbeigehenden nicht bemerkte; fünf oder sechs kurzbehoste Gärtner, die in einer Reihe am Gestrüpp standen, aber nicht pinkelten, sondern Brombeeren naschten. Eine feine Ausbeute.

2 Antworten zu „So kann man’s aushalten“

  1. vered sagt:

    … aber wer setzt sich denn an einem solchen Tag in die pralle Sonne?

  2. april sagt:

    Gute Frage. Ich auch nicht, aber es gibt genug.

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