Das Orakel

20. Juli 2008

SELBSTVERLEUGNUNG, ANREGUNG, AUFBRUCH (Ein gelbes, zwei weisse, ein grünes, ein orangenes Bärchen)

Eigentlich eine hübsche Kombination. Nur die zwei weissen Bärchen, die geben zu denken. Zweimal weiss bedeutet nämlich: Sie sind nicht ganz ehrlich mit sich selbst. Sie trauen sich nicht. Und andere nutzen das aus. Da meldet sich zum Beispiel ein entfernter Bekannter bei Ihnen. Der ist neuerdings in der Versicherungsbranche tätig. Und möchte Sie gern mal besuchen. Sie ahnen schon weshalb. Trotzdem sagen Sie zu. Und unterschreiben womöglich noch eine Versicherungspolice, die Sie gar nicht brauchen. Warum wohl? Weil Sie ihm einen Gefallen tun wollen? Oder Sie fahren zu Ihren Eltern, obwohl Sie gar keine Lust haben. Und dann sind Sie genervt. Aber Sie haben das Gefühl, Sie müssten das tun. Warum? Weil Sie sonst kein guter Mensch wären? Nein, weil Sie lieber sich selbst verleugnen als ehrlich zu sein. Weil ehrlich sein auch bedeutet, Ablehnung zu riskieren. Da reden Sie sich lieber ein, dass der fremde Wunsch, den Sie erfüllen, auch Ihr eigener Wunsch ist. Aber jetzt haben Sie das gelbe Bärchen des Ehrgeizes gezogen und das grüne Bärchen des Selbstvertrauens und gar noch das orangene Bärchen der Leichtigkeit und der Kreativität. Mit anderen Worten: Sie fangen endlich an, Ihre eigenen Anlagen und Ihre eigenen Fähigkeiten zu entfalten. Statt diese Talente herunterzuspielen. Sie zeigen sich selbst, statt sich aus Gefälligkeit kleinzumachen und zu verstecken. Eine sprudelnde Erfrischungskur beginnt. Mit belebenden Neuigkeiten. Mit knisternden Anregungen. Und all das wird nicht nur Sie, es wird auch andere erquicken. Sie merken es jetzt schon. Und, sind Sie gespannt? Sind Sie neugierig und wach? Oder möchten Sie vorher lieber schnell noch eine Versicherung abschliessen? Da hätten wir nämlich was für Sie, was enorm Günstiges. Wollen Sie unterschreiben? Nur so aus Gefälligkeit? Oder kommen wir bereits zu spät?

Wie kann das nur so zutreffend sein, das Gummibärchen-Orakel?! Geradezu unheimlich.


Die kleinen Dinge

19. Juli 2008

Klar wollen wir auch mal, aber erst müssen die Nordrhein-Westfalen wieder zurück sein, dann fahren wir. Bis dahin genießen wir die kleinen Dinge und kombinieren Essen gehen, Spaziergang, Besichtigung, sich bewegen, lecker essen miteinander und das ganz hier in der Nähe, neulich, als mal die Sonne schien ;-)


Gefüllte Freiheit ;-)

18. Juli 2008

Ich denke noch immer über ‘die Freiheit’ nach. Vielleicht habe ich mir falsche Vorstellungen gemacht, ganz sicher. DAS also ist es, wenn man in den Ruhestand tritt, das Leben muss neu strukturiert werden. Dann geh ich jetzt mal ‘gefüllte Blätterteigröllchen’ machen und denke dabei über den Sinn des meines Lebens nach.

P.S. Mr. April hat schon alles vorbereitet; ich habe nur noch die halbe Arbeit.


Una vacanza al mare …

17. Juli 2008

Una vacanza al mare fa bene al corpo e allo spirito. Ein Urlaub am Meer tut Körper und Seele gut. Ausgerechnet dieser Satz ist der erste, den ich im Basiswortschatz Italienisch lese. Wie war das noch mal … es gibt keine Zu-Fälle?!

Nach einem Ruhestandsbeginn, den ich mir ein wenig anders – rosiger, dynamischer – vorgestellt hatte, läuft es jetzt langsam in die richtigen Bahnen. Zuerst aber war meine alte Mutter im Krankenhaus; jetzt haben wir für knapp zwei Wochen einen Übernachtungsgast (gefragt worden sind wir nicht). All das bringt Einschränkungen und Unfreiheiten mit sich. Doch vielleicht ist das gerade die richtige Übergangszeit. Dennoch geht es vorwärts:

In den letzten Tagen haben wir unseren Vorsatz der ‘körperlichen Bewegung’ so konsequent umgesetzt, dass ich Muskelkater habe. Alle Dias und Negative werden digitalisiert und gestern habe ich mir einen italienischen Grundwortschatz und eine Grammatik gekauft. Also ist es entschieden: Italienisch, nicht Spanisch. Ich mag einfach den Klang, die Melodie dieser für mich wunderbaren Sprache. Und es hat mir sehr gefallen, dass ich vor zwei Jahren in Verona so viel verstehen konnte, aber geärgert, dass ich selber kaum was sagen konnte. Das muss anders werden. Avanti!

P.S. Das Foto stammt von Norderney. Das Album Norderney I ist hier zu sehen, auch als Diashow und auch wenn man nicht Mitglied bei Ipernity ist.


Unglaublich … Gänsehaut

11. Juli 2008

Dass es so etwas Schönes gibt! Da kommt in einer Talentshow ein unscheinbarer Mann mit dicklichem Gesicht auf die Bühne. „Paul, what are you here for?“ – „To sing opera“. Die Juroren werfen sich verstohlene Blicke zu und dann legt er los, der kleine Handyverkäufer aus Wales. Aber seht selbst:

Ich bin auch nicht gerade der Opernfan, aber diese Stimme hat was. Er ist unglaublich, dieser Mann. Ich glaube, ich werde Opernfan.

Seine deutsche Website

Seine englische Website