Hotel in der ‘Pampa’

Alpenländisch und doch modern. Wie kommt man dazu? Ich habe eine nachbarliche Freundin, die hat eine Schwester und die wohnt in diesem Ort. Wenn man am Chiemsee vorbeigefahren ist, hat sicher schon mancher den Blick sehnsuchtsvoll in das rechts liegende Voralpenland versenkt. Urlaubsgefühle, wenn das erste Zwiebeltürmchen auftaucht. Grüne saftige Matten auf leicht hügeligem Land, im Hintergrund Berge, noch nicht allzu hoch, aber doch grau und schroff.

Gedankenlos fährt man vorbei und weiß nicht, was die Zivilisation mit ihrem stetigen, Tag und Nacht rauschenden Autobahnverkehr diesem idyllischen Landstrich antut. Bis man selber dort nächtigt und bei offenem Fenster in der Nacht das unaufhörliche Geräusch fahrender Autos wahrnimmt. Jeder empfindet das natürlich anders, schlimm oder weniger schlimm.

‘In der Pampa’ stimmt auch nicht so ganz, denn mit dem Auto (!) sind die wichtigsten Touristenziele bequem erreichbar. Mit dieser Mixtur von alt und modern muss man sich wohl heute abfinden, will es auch nicht anders. Ein Blick aus dem Fenster auf einen Kuhstall und eine Obstwiese, auch das.

Sehr positiv: ich habe nicht gefremdelt. Das passiert mir nämlich oft, wenn ich im Urlaub mein Quartier beziehe. Dann fühle ich mich so unwohl, dass ich am liebsten postwendend wieder nach Hause führe. Hier nicht. Sonntags bleibt die Küche kalt, also machen wir uns nach dem Auspacken auf den Weg ins Nachbardorf …