Eine Silvestergeschichte

Es gibt da so einige und nicht alle sind schön. Aber an Hinterstoder erinnere ich mich gerne. Witzig war, als wir unser Auto wieder ‘ausgraben’ mussten und uns fragten, ob es auch das richtige sei und ob sich nicht hinterher jemand Fremdes freuen würde. Aber das ist eine andere Geschichte. Das kleine Silvesterabenteuer fiel mir aber ein, als ich dieses Foto sah:

Hinterstoder

Das gemütliche Dörfchen Hinterstoder lag unten und unser Hotel oben, nur über eine kleine Mautstraße erreichbar, mitten im Skigebiet. Wenn die anderen mit dem Sessellift hoch kamen, waren wir schon da oder schon wieder weg, noch weiter hoch.

Silvester machten wir Pause vom Skifahren, um für den langen Abend fit zu sein. Zusammen mit Frau R. und ihrer kleinen Tochter fuhren wir mit dem Sessellift hinunter ins Dorf und genossen in einem Café die köstlichen östereichischen Backwaren. Als es Zeit wurde, aufzubrechen – schließlich mussten wir uns noch ’schön machen’ – stürmte es draußen sehr heftig. Der Liftbetrieb war eingestellt worden, „zu gefährlich, meine Herrschaften „. „Und jetzt, wie sollen wir wieder nach oben kommen?“ Achselzucken …

Da standen wir nun am späten Silvesternachmittag, ein wenig ratlos. In Hinterstoder bleiben, uns dort ein Zimmer suchen? Kam ja gar nicht in Frage; wir wollten uns doch nicht das köstliche Silvestermenü entgehen lasssen. „Wir gehen zu Fuß hoch“, beschlossen wir und auch Frau R. und ihr Kind wollten es wagen. Es war eine lange, lange, kalte Wanderung, immer bergauf, durch den dunklen Wald. Oft wechselten wir bange Blicke, wenn die Bäume sich gar zu sehr bogen und der Wind ein wenig zu laut heulte. Wir erzählten uns Geschichten, lenkten das kleine Mädchen ab, das wahrscheinlich weniger Angst hatte als wir und mussten uns auch noch beeilen.

Als wir endlich heil oben angekommen waren, blieb nur noch Zeit, schnell in die Festtagskleidung zu springen, denn das Essen hatte schon begonnen. Mit leuchtenden Augen und roten Wangen, in der Sicherheit der warmen Stube, fanden wir im Nachhinein, dass es ein wunderschönes Silvester-Abenteuer gewesen war.

Habt ihr auch eine Silvestergeschichte?

4 Antworten zu „Eine Silvestergeschichte“

  1. ina sagt:

    schöne geschichte … ich stelle mir euch angsthäschen gerade so vor *ggg* das foto finde ich klasse! und silvester-geschichte, nein … bis auf das erste silvester von ninja, wo ich dachte, dass der kleine schisser sich verkrümeln würde wie der große. weit gefehlt, beim feuerwerk um mitternacht hatte ich sie auf dem arm und sie hat staunend wie ein kleines kind mit mir aus dem kölner fenster richtung stadt geschaut. fand sie toll … komischer hund ;-)

  2. Nicole sagt:

    Schoene Geschichte mit zum Glueck gutem Ausgang :)
    Ich habe leider keine fuer Dich :)

  3. polyesther sagt:

    sehr weise sich die kalorien schon vorher abzutrainieren ;o)!!
    seltsamerweise träume ich jedes jahr von einer nachtwanderung zu silvester, aber scheinbar träum ich alleine davon :O)))
    ich wünsch dir und deiner familie, liebe april, einen guten rutsch ins neue jahr und 365 tage voller glück, zufriedenheit und gesundheit natürlich
    gaaanz lieben gruß
    auch von rolf und chorro ;o)

  4. Donna sagt:

    Guten Rutsch in ein gesundes und wundervolles Neues Jahr 2009!

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