oder: „Geld regiert die Welt“ wäre auch eine passende Überschrift. Ich habe das Buch ausgelesen und glaube nicht mal, dass es jeden so vom Hocker reißen wird wie mich. Es ist doch immer noch ein Thema, das viele Menschen nicht interessiert: die Finanzwirtschaft. Mich ‘eigentlich’ auch nicht. Aber ich habe ganz neue Erkenntnisse gewonnen und kann nun einiges, was ich immer schon gedacht habe, richtig einordnen. Und auch, wenn man kein Geld ‘auf dem Sparbuch’ hat und keine Aktien, Anleihen, Schatzbriefe o.ä. besitzt, sollten diese Zusammenhänge jeden interessieren, denn sie bestimmen unser Leben, immer mehr – ob wir das wollen oder nicht – und stehen in engem Zusammenhang mit der Demokratie.
Am meisten beeindruckt, nein regelrecht erschrocken und entsetzt hat mich die Verflechtung von Politik und Wirtschaft. „Hab ich doch immer schon gesagt“, denken jetzt einige. Mag sein, aber die Hintergründe und Belege fehlten, die Beispiele. Wenn ich aber z.B. nachlese, woher die führenden Politiker der Bush-Ära beruflich kamen – und das ist nachprüfbar – dann ist klar, wessen Interessen sie vertreten. Und das ist nur ein winziges Mosaiksteinchen aus diesem Bereich.
Ich werde jetzt keine weitere Reklame für dieses Buch machen; einige Leser hier haben vielleicht vorher schon abgewunken und weggeklickt. Bei wem ein Glöckchen bei meinen Andeutungen klingelt, der wird es lesen. Der Autor Dirk Müller, auch Mr. Dax genannt, ist einer, der komplizierte Zusammenhänge logisch und einfach lesbar darstellen kann. Titel: C(r)ashkurs.
In Zukunft werde ich mich ausdrücklich gegen die Ansicht wehren, der Sachverhalt sei zu kompliziert und ich könne also keine seriöse Meinung dazu haben. Wenn das so wäre, brauchte ich gar nicht mehr wählen zu gehen. ALLES ist komplex, kompliziert und miteinander verflochten. Aber ein paar Dinge kann man doch für sich selbst herauskristallisieren. Man muss Stellung und Position beziehen, auch wenn man nie das entsprechende Sachwissen haben wird. Ich halte es für ein „Totschlagargument“ mit dem man die meisten Menschen mundtot machen kann. Besser jemand äußert eine Meinung, mit der man nicht einverstanden ist und es ergibt sich eine Diskussion, bei der alle Seiten ein bisschen weiter kommen.
Verfasst von april
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