Erklär mir die Welt

26. Februar 2009

oder: „Geld regiert die Welt“ wäre auch eine passende Überschrift. Ich habe das Buch ausgelesen und glaube nicht mal, dass es jeden so vom Hocker reißen wird wie mich. Es ist doch immer noch ein Thema, das viele Menschen nicht interessiert: die Finanzwirtschaft. Mich ‘eigentlich’ auch nicht. Aber ich habe ganz neue Erkenntnisse gewonnen und kann nun einiges, was ich immer schon gedacht habe, richtig einordnen. Und auch, wenn man kein Geld ‘auf dem Sparbuch’ hat und keine Aktien, Anleihen, Schatzbriefe o.ä. besitzt, sollten diese Zusammenhänge jeden interessieren, denn sie bestimmen unser Leben, immer mehr – ob wir das wollen oder nicht – und stehen in engem Zusammenhang mit der Demokratie.

Am meisten beeindruckt, nein regelrecht erschrocken und entsetzt hat mich die Verflechtung von Politik und Wirtschaft. „Hab ich doch immer schon gesagt“, denken jetzt einige. Mag sein, aber die Hintergründe und Belege fehlten, die Beispiele. Wenn ich aber z.B. nachlese, woher die führenden Politiker  der Bush-Ära beruflich kamen – und das ist nachprüfbar – dann ist klar, wessen Interessen sie vertreten. Und das ist nur ein winziges Mosaiksteinchen aus diesem Bereich.

Ich werde jetzt keine weitere Reklame für dieses Buch machen; einige Leser hier haben vielleicht vorher schon abgewunken und weggeklickt. Bei wem ein Glöckchen bei meinen Andeutungen klingelt, der wird es lesen. Der Autor Dirk Müller, auch Mr. Dax genannt, ist einer, der komplizierte Zusammenhänge logisch und einfach lesbar darstellen kann. Titel: C(r)ashkurs.

In Zukunft werde ich mich ausdrücklich gegen die Ansicht wehren, der Sachverhalt sei zu kompliziert und ich könne also keine seriöse Meinung dazu haben. Wenn das so wäre, brauchte ich gar nicht mehr wählen zu gehen. ALLES ist komplex, kompliziert und miteinander verflochten. Aber ein paar Dinge kann man doch für sich selbst herauskristallisieren. Man muss Stellung und Position beziehen, auch wenn man nie das entsprechende Sachwissen haben wird. Ich halte es für ein „Totschlagargument“ mit dem man die meisten Menschen mundtot machen kann. Besser jemand äußert eine Meinung, mit der man nicht einverstanden ist und es ergibt sich eine Diskussion, bei der alle Seiten ein bisschen weiter kommen.


Denke selbst

25. Februar 2009

DAS gefällt mir schon mal. Keinem soll ich unbesehen glauben, auch ihm nicht, dem Autor. Die Wahrheit soll ich suchen, die Wahrheit ‘dahinter’. Es ist natürlich nicht leicht, Fakten und Meldungen selbst zu interpretieren. Ich habe mich schon daran gewöhnt, sie aus Zeitungen/von Meinungsmachern  zu übernehmen.Und genau das tun die angeblich auch. Ich habe mich letzte Zeit schon öfters über schlampig geschriebene und offensichtlich schlecht recherchierte Zeitungsartikel geärgert. Wenn ich nun aber lese, dass es Thinktanks gibt, die den Weiterverbreitern  fertige Meinungen anbieten, weil diese keine Zeit zum Recherchieren haben, dann wird mir einiges klar.

Und vor allen Dingen wird uns allen eingeredet: Davon verstehst du nichts und wenn man die Fülle an komplizierten Fakten sieht, dann neigt man dazu, das zu glauben. Also wendet man sich resigniert ab. So ging es mir auch im Gaza-Konflikt. Ich war nicht genügend informiert. Aber ist man je ausreichend informiert? Und wenn, wer ist es, der die Informationen darbietet? Welche Interessen hat er?

Ich nehme mir vor, von nun an meine Meinung zu haben, auch wenn ich nicht jahrelang Politik- oder Wirtschaftswissenschaften studiert habe. Auch wenn ich dann vielleicht als naiv belächelt werde oder mit obigem Totschlagargument („Davon verstehst du nichts.) bedacht werde. Immerhin habe ich meinen gesunden Menschenverstand. Und jetzt gehe ich weiter lesen.

P.S. Dass wir absichtlich verdummt werden, wurde ja schon lange erkannt …


„Das MÜSST ihr lesen“

24. Februar 2009

… sagte ein Freund und ich hörte Mr April glucksen, lachen, ächzen, staunen. Jetzt lese ICH und es ist wahrhaftig eine Konkurrenz zum ‘DaVinci Code’, der auch sehr spannend ist. Wenn es so genial bleibt, werdet ihr darüber hier lesen, wenn es nicht hält, was das erste Kapitel verspricht, dann verläuft es im Sande des Vergessens.

P.S. Ich vergaß zu erwähnen, dass es sich nicht um einen Thriller, sondern um ein Sachbuch handelt.


Karneval in Rio (und anderswo)

24. Februar 2009

Schaut mal hier, alles ein bisschen groß ;-)) oder? Zwischen all den südamerikanischen ist eines mit einem fliegenden Kölner Funkemariechen, die Nr. 25. Auch wenn man sich nicht für Karneval interessiert, tolle Fotos, sehr farbenprächtig.


Noch zwei Tage …

23. Februar 2009

… und dann ist die Stadt wieder normal.  Heute gehört Köln den Karnevals-Verrückten. In der Zeitung stand, dass die Aggressivität immer mehr zunimmt. Es hat bis jetzt schon dreimal mehr Schlägereien gegeben als voriges Jahr. Die Polizei spricht von ‘Karnevals-Hooligans’. Das ist es, was mir den Karneval verleidet und dann die Angewohnheit, allen Abfall unter sich gehen zu lassen. Vom „Spaß an der Freud“ spüre ich da nicht mehr viel.