Ich muss mal eine kleine Blogpause einlegen. Wir waren heute unterwegs und wir werden sicher die weiteren Sonnentage auch ausnutzen. Außerdem schreit der Garten nach mir, die Fenster sollten geputzt, die Osterdeko herausgeholt werden. Vielleicht sind wir auch unterwegs, draußen. Wer weiß, wann es wieder so schön und warm wird.
Zeitumstellung in 10 Minuten
29. März 2009Jedes Jahr das gleiche Spiel: Wie ging das noch mal mit der Mikrowelle? Wie stelle ich die Zeit im Auto um? 12 Teile wollen neu eingestellt werden, die meisten von mir. Da lob ich mir das Radio: einfach nur anmachen und es geht ohne mein Zutun. Aber dieses Jahr: zack-zack. Ich nehme meine Karteikarte, auf der alles aufgelistet ist, was umgestellt werden muss und vor allem WIE man das macht. Kein Überlegen mehr, kein Rätseln, kein Rauskramen der Gebrauchsanleitung, kein Ausprobieren, einfach tun. Fertig!
Kritischer Journalismus
27. März 2009Früher hatte ich mal die idealistische Vorstellung, dass die Medien ein Garant unserer Demokratie sind. Von diesem Glauben bin ich leider abgefallen. Schon seit langem mehren sich die Zeichen, aber seit Winnenden müsste jedem klar sein, was läuft. Sensationsgier und Streben nach Quote und Verkaufszahlen lassen bei einigen alle Schranken fallen und ethische Bedenken verschwinden. Ich fand es schon gegen jede journalistische Ehre, dass die letzten Minuten des Amokläufers gezeigt wurden. Aber es geht noch viel tiefer, s. hier. Das solltet ihr unbedingt lesen.
Was tun? Im Grunde sind wir es doch, die Leser und die Zuschauer, für die das alles gemacht wird. Es liegt auch bei uns. Und danke an Stefan Niggemeier für diesen Artikel.
„Katzenauge“ von Margaret Atwood
27. März 2009Die Malerin Elaine kehrt anlässlich einer Retrospektive ihrer Werke in die Stadt ihrer Kindheit zurück und erinnert sich in vielen Rückblenden. Mit Eltern und Bruder zog sie ohne festen Wohnsitz umher, geschlafen und gelebt wurde in billigen Motels oder gar im Zelt. Und doch scheint es eine glückliche Kindheit gewesen zu sein – bis die Familie in Toronto sesshaft wurde und die kleine Elaine in die Schule gehen musste. Ihre Familie wurde als ein wenig exotisch angesehen und das führte zu vielen Repressalien für das kleine Mädchen. Die Schlimmsten waren ihre drei Freundinnen, deren Anführerin Cordelia sich besonders darin hervortat, Elaine zu drangsalieren und zu beherrschen. Heute würden wir das Mobbing und Psychoterror nennen. Erst als Elaine durch die Schuld der drei Mädchen fast im eiskalten Bachwasser umkommt, erkennt sie das wahre Gesicht ihrer „Freundinnen“ und löst sich von ihnen. Damit endet der erste Teil, in dem es kaum ‘Action’ gibt, sondern genaue Beobachtungen, akribische Beschreibungen und feinsinnige Gedanken. Die Faszination des Buches liegt für mich in der teils nüchternen, teils schillernden Sprache, die unter der Übersetzung anscheinend nicht gelitten hat.
Der zweite Teil hat mir weniger gut gefallen; er scheint mir zu atemlos und zu sehr im Zeitrafferstil geschrieben. Elaine sieht Cordelia wieder, doch nun sind die Rollen vertauscht und Elaine rächt sich, indem sie Cordelia zurückstößt. Wir erfahren von ihren Männern, dem Tod des Bruders und der Eltern und ihren Problemen mit dem Älter-Werden. Ihr Leben, vor allem ihre Kindheitsqualen, hat sie in ihren Bildern verarbeitet.
Es ist kein fröhliches Buch, sondern melancholisch und manchmal bedrückend. Dennoch hat es mir wegen der Sprache und der Art, wie sie ihre Kindheitserinnerungen lebendig werden lässt, gefallen. Das Buch und die schrecklich verspielte Webseite der Autorin.
Törtchen mit Henkel
26. März 2009- Von M. für V. -
Ich sollte dieses Foto für V. machen ;-). Bitte schön. Wir saßen im winzigen „TörtchenTörtchen“ und aßen ein winziges Törtchen ;-) Aber köstlich war’s. Es hätte auch gerne mehr sein können, aber man muss sowohl an die Figur als auch ans Portemonnaie denken. In Köln sagt man: ‘jett vür de Muul ze zänke’ – ‘etwas, um den Mund zu zanken’. Wer noch eins möchte … im Cologneblog (Link s. Blogroll). Wer ganz viele möchte … sie haben ein Bilderbuch. Man kann mit der Maus unten rechts die Ecke packen und umblättern. Ach, ist das schön!

Verfasst von april
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