Also kein Schloss und keine Wasserkunst, sondern hinunter zum weithin leuchtenden Rathaus, dem Schmuckstück von Gotha. Links ein grün verhüllte Haus, weder von Christo noch in der Renovierung; die Netze sollen wohl Passanten vor herabfallenden Fassadenteilen schützen. Es geht vorbei an unbeschreiblich schönen alten Häusern mit Stuck- und Schmuckdetails, an denen man sich kaum satt sehen kann. Was für eine Arbeit ist in den ca. 20 Jahren seit der Wiedervereinigung geleistet worden! Was muss das gekostet haben! Aber ich bin froh, dass es in Deutschland noch Städte gibt, die im Krieg nicht so zerstört worden sind wie die im Westen und dass man sie wieder in ihrer alten Schönheit auferstehen lässt..
Man muss allerdings auch eingestehen und wissen, dass im Osten unseres Landes der Sozialismus das erreicht hätte, was im Westen die Bomben niedergemacht haben. Die schönsten alten Häuser wurden dem Verfall preisgegeben und wenn sie zu baufällig waren, wurden sie abgerissen und statt dessen Plattenbauten errichtet. In Gotha ist nur ein innerer Kern ‘Altstadt’ und schon in Sichtweite – wenn man einen Blick in die Seitengassen wirft – bleibt das Auge an ‘der Platte hängen’. Dazu demnächst mehr. Auch im Cologneblog gibt es Fotos von Gotha.


1. Mai 2009 um 09:46
Das sind ja wirklich Schmuckstueckchen!
Es ist immer wieder jammerschade, wen alte Gebaeude verkommen :(
In Mayen haben sie auch viele schoene Haeuser abgerissen, bevor sie alt genug fuer Denkmalschutz waren und an deren Stelle haessliche Neubauten gesetzt :(
1. Mai 2009 um 12:06
@ Nicole:
Das hat der Sozialismus auch fertiggebracht: die wunderschönen alten Häuser verkommen lassen und dafür Plattenbauten hingesetzt (obwohl es dafür inzwischen gute Beispiele für Renovierung gibt)
1. Mai 2009 um 12:53
Ja, das hatte ich gelesen (in Deinem Text) deshalb fiel mir ja Mayen wieder ein :)