Kleine sonnenliebende Drachen gibt’s an der Ahr und auch wenn die Weinberge noch kahl sind, so blühten doch schon zwei Bäume in einem kleinen Gärtchen am Sonnenhang.
Geheimnisvolles Ahrtal ;-) Dabei war der „Ausweichsitz der deutschen Verfassungsorgane“ gar nicht so geheim. Zumindest die damalige DDR wusste bestens Bescheid, hatten sie doch einen ihrer Spione als Handwerker dort untergebracht. So konnte er denn berichten, dass der arme Bundeskanzler in einem ganz spartanischen Bett hätte schlafen müssen und dass das Präsidialamt auf knatschroten Polstern hätte tagen müssen, alles ganz nett auf Wikipedia zu sehen und auch hier. Jedesmal, wenn wir in Marienthal vorbeikamen, haben wir uns angeguckt, wie weit sie mit dem Rückbau waren. Millionen hat es gekostet, das alles einzurichten; Millionen hat es gekostet, wieder alles rauszuholen. Jetzt sind sie fertig. Eine scheußlich grüne Mauer verschließt den Tunneleingang (obere Fotohälfte). Möge die Natur ihn alsbald gnädig verdecken. Gegenüber befindet sich ein Gebäude, das an einen Wachturm an der ehemaligen DDR-Grenze erinnert (untere Fotohälfte). Die offizielle Seite zum „Atombunker“ gibt es hier. Ein Blogger hat das Dokumentationszentrum besucht und viele Fotos gemacht. Ein gespenstische Millionensache das alles.
Wir steigen wieder hoch und folgen den Windungen des Rotweinwanderweges Richtung Ahrweiler. Und dann sehe ich „ES“ in der Ferne. Beim ersten Mal glaubte ich an eine Fata Morgana; schließlich war es ein glühendheißer Tag gewesen. Nun weiß ich, dass Gaudi unschuldig ist und ich weiß auch, dass ich Mr April die Augen zuhalten muss, damit seine architektonische Schönheit liebende Seele keinen bleibenden Schaden davonträgt. Also schnell vorbei an Försters Weinterrassen.
Und nun nähern wir uns dem Endpunkt unserer Wanderung …



Verfasst von april 


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