Strahlen

30. Juni 2009

Rosen und Malven in Lüneburg

„Finden Sie heraus, was Sie zum Strahlen bringt!“ so liest man in vielen ‘weisen’ Ratgebern. Bei mir: Bücher, Bücher kaufen, Bücher lesen.

Heute, nach Frisör und Lebensmitteleinkauf, habe ich mich ins italienische Eiscafé gesetzt – „Signora?“ – ein köstliches Zabaione-Eis verputzt (Ätsch, Mr April, ich hab was Ungesundes gemacht) – und schlimmer noch, ich habe mir Lakritz gekauft, „Salzige Heringe“ und „Salino“, die Köstlichkeit aus meiner Kindheit, die es immer noch in klein gibt. (Zu Hause verstecke ich die – ich habe so meine Geheimnisse ;-) Während mir das Eis auf der Zunge zerging, sah ich gegenüber den Bücherladen. Ich wollte ein ganz bestimmtes Buch haben oder vielleicht doch nicht? Schon mehrfach hatte ich es in der Hand und hab es dann wieder gelassen.

Nun gut, wenn sie es in der Provinzbuchhandlung in Refrath haben, dann kauf ich es. Sie hatten. Also soll ich es wohl kaufen, dazu noch zwei andere. Und die leg’ ich bestimmt nicht auf den großen Stapel, da kommen nur die Romane hin. Dies aber sind Sachbücher.

Die Brustquetscherei namens Mammografie habe ich über mich ergehen lassen. Sowohl Röntgenfachfrau als auch Arzt waren überaus nett. Alles ist in Ordnung und nun ist wieder zwei Jahre Ruhe. Nach dem Essen setz’ ich mich mit Buch in den Garten und lasse den Abend ausklingen (wenn es nicht gewittert). Und eine Gartenzeitschrift hab’ ich mir auch gekauft. Ach, wie bin ich reich! *strahl*

Some wise books say: „Find out what makes your heart jump. Well: books, books, books. After a visit at the hairdresser’s and some food-shopping I sat down in an Italian ice-café, had some zabaione icecream and watched the bookshop opposite. I went in to buy one book and left with three, as always. And a magazine about gardening. After dinner this evening I’m going to sit in the garden with my treasures (I hope there won’t be a thunderstorm) and I will enjoy reading and life. I feel so rich and my heart ‘jumps’.

P.S. Nun regnet es doch, dicke, vereinzelte Tropfen, vielleicht 6, 10 oder 57 …

P.S. It’s rather dark now and some big raindrops are falling, 6, 10 or 57 …


Heute fleißig, morgen faul

30. Juni 2009

Als ich noch arbeitete, war jeder Tag anders; da war kein Rhythmus drin. Und oft saß ich am Wochenende bei schönstem Wetter und musste korrigieren. Jetzt bin ich frei, bis auf heute. Aber lieber Termine geballt als jeden Tag einer. Unternehmen würden wir sowieso nichts; es ist zu schwül und die Gewitterneigung ist hoch. Gerade das richtige Wetter, um Frisör und Mammografie zu erledigen (obwohl ich die Termine ja schon vorher gemacht hatte). Dazwischen passt noch: Betten abziehen, eine kleine Blogrunde drehen und den Text für die Familienchronik (Teil „Ahnen“) fertig machen und ausdrucken. Und danach gibt es keine Ausrede mehr: ich werde das Fotobuch Korrektur lesen, eventuell Ergänzungen vornehmen und dann abschicken und voller Bangen warten, wie es werden wird.

Eines habe ich noch nicht gelernt: einfach mal so ‘nach Köln’ zu fahren, planlos herumzubummeln, mich ins Café zu setzen, vielleicht schreiben? Eis essen oder Cappuccino trinken? Das muss ich mal üben.


Am Stintmarkt, Lüneburg

30. Juni 2009

Am Stintmarkt, Lüneburg

Romantische Idylle am Stintmarkt. Die Mülltonnen stehen genau gegenüber an der Brücke über die Ilmenau ;-(

Romantic idyll at Stintmarkt, Lüneburg. The dustbins/garbage cans are just opposite at the bridge across little river Ilmenau ;-(

Stintmarkt, Lüneburg

Aber wir wollen mal nicht so streng sein, Lüneburg ist und bleibt eine zauberhafte Stadt, auch wenn man die Autos und Linienbusse zu weit in die historische Zone hineinlässt.


Gießkanne – gestohlen?

29. Juni 2009

Gießkanne

Drei G mit einer Klappe auf einem Foto: Gießkanne gestohlen an Grabstätte Illi, gesehen auf dem Melatenfriedhof.

The writing on the watering can says: ’stolen from gravesite „Illi“ ‘, seen on Melaten cemetery, Cologne


Geballte Ladung – two busy days

29. Juni 2009

Auch wenn man im Ruhestand ist, kann man nicht jeden Tag machen, was man will. Es gibt weiterhin ‘zu tun’, es gibt unaufschiebbare Termine. Morgen ist so einer, Frisör und Routine-Arzttermin, das muss sein. Schön, dass ich beide hintereinander legen konnte.

Und heute ist ‘Arbeitstag’; die Liste ist lang und wenn der Kaffee getrunken ist, geht es los. Als erstes bringen wir Aussortiertes zur „H. Selbsthilfe“. Die haben bald wieder einen Flohmarkt und sind sowieso dankbar für alles. Ich schreibe zwar nicht andauernd darüber, aber ich bin immer noch auf dem ‘Vereinfachungstripp’. Ballast abwerfen, ’simplify your life’, das wird immer leichter, je weiter man macht. Ich bin noch lange nicht fertig damit. Heute verlässt u.a. das Fondue-Rechaud unser Haus und die Käsefonduekachel, die wir mal zur Hochzeit bekommen haben und die beide zusammen noch nicht zehnmal benutzt wurden. Man spürt förmlich die Erleichterung, wenn man Sachen weggibt.

To be retired, that doesn’t mean: nothing to do. But we try to finish as much on one or two days as possible so that the other days are free, free for spontaneous activities. So there will be two dates tomorrow and a lot of work today. I’ll start as soon as my coffee mug is empty. And as I’m still trying to simplify my life the first thing to do is: take things I don’t need any more to some charity organisation.