Katze und Engel

28. Juli 2009

Katze

- seen in Lüttich/Liège, Belgium -


Kasperletheater – ridiculous

28. Juli 2009

„Tri-tra-trULLA-la, das Auto, das ist nicht mehr da.“ Macht doch nichts, wir Steuerzahler haben Geld, viel Geld und wenn wir keins mehr haben, nehmen wir einen K wie Kredit auf (früher nannte man das „Schulden machen“). Und früher hatte man für ein solches Verhalten einer Ministerin vielleicht auch andere Worte. Hab ich auch, aber lieber nicht hier, nur im privaten Umkreis. Doch die Benutzung ‘böser’ Wörter ist ja auch schon inflationär, wenn man sieht, wer sich wann Vorteile aus seiner politischen Tätigkeit verschafft hat. Die Liste ist lang und ‘farbenfroh’.

In diesem Zusammenhang noch eine kleine Empfehlung: der englisch blog. Sprachlernseiten gibt es viele, aber diese ist immer aktuell und mit vielen Beispielvideos versehen. Auf Privatblogs mag ich das weniger, aber hier passt es. Also – was heißt Dienstauto auf Englisch?

Ridiculous, no, not really. Our minister of health (link via ‘das englisch blog‘) let her official Mercedes come down to Alicante, Spain, and there it was stolen. Of course it was all legal what Ulla Schmidt did, but was it morally right? You know who pays all that?! :-(


Arbeit

27. Juli 2009

Auch wenn ich „Rentnerin“ bin, ich habe immer noch „Arbeit“.  Allzu schnell war das Vakuum gefüllt, mit Tochterpflichten, mit schon lange Vernachlässigtem in Haus und Garten, mit geliebten Hobbys. Mein Leben ist prall und voll … die restliche Zeit wird nicht reichen … Aber besser Überfülle als Langeweile und Überdruss, wie ich es bei manchen alten oder auch nicht so alten Menschen sehe, die nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen. Sie könnten ihre überflüssigen Stunden gerne an mich abgeben; ich würde sie sogar ‘kaufen’.


Kunst von ‘können’ ?

27. Juli 2009

Fettfleck von Beuys

Sagte nicht jemand, „Kunst kommt von können?“ (Wiki). Diesen Fettfleck jedenfalls konnte Herr Beuys recht gut in die obere Ecke eines Raumes platzieren. Immer hin kann ich mich rühmen, diesen Fleck mit eigenen Augen gesehen zu haben. Und das kam so:

Mit einer lieben Bekannten war ich in Düsseldorf zur Vivienne-Westwood-Ausstellung. Und immer wenn sie dort ist, muss sie mal an der Kunstakademie vorbei, alte Erinnerungen auffrischen. Ganz aufgeregt zeigte sie mir von außen den Raum, in dem sie einst studiert und gearbeitet hatte. Leider konnte man durch das Fenster nichts sehen.

„Komm, wir gehen einfach rein.“ Nachdem wir den Portier bequatscht hatten, ließ er uns durch und J. zeigte mir den Raum, in dem ein junger Künstlerstudent im Overall gerade an der Arbeit war. Als sie den verlegenen jungen Mann ausreichend ‘interviewt’ hatte, wollten wir im architektonisch schönen Flur noch ein paar Fotos schießen. Ein Mann mit den Armen voller Post kam um die Ecke und J. musste natürlich auch ihm mitteilen, dass sie einst hier studiert hatte.

„Pst, kommen Sie mal mit“, sagte er, „in den Raum mit den Brieffächern“. Und dann standen wir mit dem Kopf tief im Nacken vor einem der umstrittensten ‘Kunstwerke’ unserer Zeit. Ganz oben an der hohen Decke, durch ein Plexiglasdächlein geschützt: „Der Fettfleck“ (die „Fettecke“), von Joseph Beuys.

***

So, das war’s für heute. Die Sonne scheint von einem strahlend blauen Himmel und wir werden eine Gartenarbeitsorgie einlegen, bis der Rücken nach Erbarmen schreit. Vielleicht schau ich in der Mittagspause noch mal kurz rein, sonst heute Abend, vielleicht …

- Foto und Text Copyright Ingrid H. -


Sehr geehrter Herr Sommer,

25. Juli 2009

Wolken im Juli

ich mochte Sie mal so gerne. Sie waren mir der Liebste von allen. Doch leider musste ich zu der Erkenntnis kommen, dass Sie sich sehr zu Ihrem Nachteil verändert haben. Sie täuschen etwas vor, was Sie nicht sind, Sie spielen mit mir, locken mich hinaus und versprechen mir ewige Sonne und blauen Himmel. Und dann zeigen Sie plötzlich Ihr wahres Gesicht

Wolken im Juli

und lassen es klatschen und prasseln, rauschen und tropfen. Ich muss nach drinnen stürzen und selbst dort hört es sich manchmal an, als ob Sie mit Steinen auf das Dachfenster werfen. Heute tun Sie sogar, als seien Sie der Herbst persönlich, weil ich den inzwischen lieber mag. Aber nicht mit mir, SO nicht, darauf falle ich nicht herein, Sie Hallodri, Sie! (Dies schöne Wort hab’ ich mir mal von den Bayern ausgeliehen.)

Nur eines kann ich Ihnen zugute halten: Ihre Wolken sind bezaubernd schön.

Wolken im Juli
Wolken im Juli
Wolken im Juli

- Fotos und Text Copyright Ingrid H. -