Fotobuch – wie mach ich das? (2) Sich entscheiden

Das ist der nächste Schritt. Man muss einfach mal eine Firma/Software herauspicken und ausprobieren. Man kann endlos gucken und vergleichen, was im Grunde nicht vergleichbar ist. Das eine ist vielleicht ein wenig teurer, hat aber vielleicht besseres Papier als das andere …

Meine Meinung ist, man sollte sich mit der Entscheidungsfindung nicht zu lange aufhalten. Das bringt nur Frust. Man muss eben wissen, was man will. Ich habe zuerst für Mr. April ein klammergeheftetes Magazin bei Lidl ausprobiert. Er stellt fotografisch keine allzu großen Ansprüche und war begeistert. Ich fands auch gut, hatte aber keine Vergleichsmöglichkeiten. Für andere habe ich dann noch zweimal eines gemacht und war immer sehr zufrieden. Ich denke, es genügt normalen Ansprüchen; für künstlerische Fotobücher gibt’s auch Möglichkeiten, die aber viel teurer sind. Ich denke, man sollte klein anfangen, mal ausprobieren und dann sieht man ja, wie man klar kommt und was gefällt. Die Klammerheftung sagt mir übrigens sehr zu, denn man kann ein solches „Magazin“ auch ganz weit aufklappen, also quasi doppelseitig bedrucken lassen ohne Verluste.

Aber für mein Ahnenbuch wollte ich unbedingt Fadenheftung haben, die teuerste und qualitativ hochwertigste Art, ein Buch zu machen und auch die dauerhafteste. (Wenn euch das alles nichts sagt, nehmt doch mal dieses oder jenes Buch aus dem Regal und guckt euch an, wie es gebunden ist: geheftet (genäht sozusagen) oder geklebt? Es gibt auch geklammerte und solche mit Spiralheftung, was mir für meine Zwecke allerdings alles nicht gefällt. Ich wollte einfach nicht riskieren, dass sich nach dreimaligem Angucken eine Seite löst. Das kann bei billigen Klebungen durchaus passieren. Da gibt es große Unterschiede und seriöse Firmen erklären auf ihre Seite, welche Möglichkeiten es gibt und wie sie es machen.

Es kommt auch immer darauf an, was man will. Für meine Familienchronik-Bücher stelle ich keine sehr hohen fotografischen Ansprüche, denn die Vorlagen (eingescannte alte Fotos) sind qualitativ auch nicht perfekt. Dafür ist dann das Ergebnis so gut geworden, dass ich ganz begeistert war. Es gibt nach meinem Kenntnisstand nur zwei Firmen mit Fadenheftung (Fotobuchprofi und Pixopolis). Mit der Software „Pixgen“ von Pixopolis komme ich einfach am besten klar, auch wenn ich da noch einige Wünsche und Verbesserungsvorschläge hätte.

Mein erstes Buch „Ahnen“ hat mir also ausnehmend gut gefallen. Es kann natürlich sein, dass ich für andere Zwecke andere Bindungen oder andere Formate als für die Familienchroniken wählen würde.

 

Im nächsten Beitrag gehe ich ein wenig auf Gestaltungsmöglichkeiten im allgemeinen und später auf Pixopolis im besonderen ein.


8 Antworten zu „Fotobuch – wie mach ich das? (2) Sich entscheiden“

  1. bigi sagt:

    Danke, danke, danke
    Ich finds klasse, dass du uns so ausführlich „Nachhilfe“ gibst und uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt.
    Wünsch dir noch einen wunderbunten FreitagAbend
    bigi

  2. april sagt:

    @ Bigi: Ich bin grad im Fotobuchfieber. Eins ist gerade im Druck (meins, für mich) und jetzt mach’ ich eins für meinen Liebsten zum Geburtstag. Da gibt’s nur wenig Text und deshalb geht das relativ schnell (so wie deins).

  3. Anna-Lena sagt:

    Gutes Gelingen und danke für den Crashkurs.
    LG Anna-Lena

  4. april sagt:

    @ Anna-Lena: Danke, ich habe jetzt schon ein bisschen Routine.

  5. Follygirl sagt:

    Ich finds sehr interessant… doch ich muß sagen, für mich ist der Gedanke meine Fotoalben so zu gestalten eigentlich undenkbar.
    Ich scrappe leidenschaftlich gern, wühle mich durch Tonen von Papieren und gesammelten Kleinzeugs und schwelge einfach…
    (Ich habe wirklich unendlich viel Material zu Hause, das würde für mehrere große Sippen reichen).
    Wie ist es denn eigentlich mit der Haltbarkeit? Ich habe mal gehört, daß diese Alben nicht so lange halten? (verblassen?)
    Wünsche ein schönes, kreatives WE, LG, Petra

  6. april sagt:

    @ Petra: Zur Haltbarkeit kann ich nichts sagen, ich habe doch gerade erst eines gemacht. Allerdings verblassen normale Fotobände ja auch nicht.

  7. Brigitte sagt:

    Prima, dass du das hier hilfreich anbietest. Es gibt soviel zu beachten! Gerne werde ich das weiter verfolgen. Bin zwar firm in Kalenderherstellung, aber hier noch nicht. Obwohl, ich lerne sehr schnell.

    Lieben Gruss, Brigitte

  8. april sagt:

    @ Brigitte: Kalender find’ ich auch toll. Das werde ich auch noch mal ausprobieren, denn das ist ein tolles Geschenk.

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