Welchen e-Reader nehm’ ich? Es ist eine Frage der Technik und der Formate (dazu mehr in einem spätern Posting).
Ich habe mir den eines großen Buchhändlers (mit mäßig gutem Ruf) ‘in realiter’ angeguckt (na ja, es geht so) und ich habe mich im Internet informiert und jemanden ausgequetscht, der einen hat, einen Kindle. Und der ist es dann auch geworden, ein ‘Kindl’. Es schreit nicht, es kackt nicht und ist ganz brav. Es schläft so lange durch, wie du willst. Ideal. ;-) Es ist ein ganz liebes braves Schnuckelchen – zumindest tut es so. In Wirklichkeit ist es natürlich ein Spion ;-) So süß, so hübsch, so unschuldig, aber es hat es faustdick hinter den Ohren – wie so manche. Hähä!
Im Klartext: wenn man sich für das Produkt der Firma A. entscheidet, muss man sich im Klaren darüber sein, dass dieser große Konzern Benutzerprofile über einen anlegt (vermute ich) und wie sie das letztendlich nutzen und vermarkten, weiß ich auch nicht. Aber: wer öffentlich bloggt, sollte ‘das Maul nicht so weit aufreißen’, denn jeder, absolut JEDER, kann über DICH und deine Vorlieben ein Profil anfertigen. So what?
Das sind die Nachteile, das ist der gesellschaftliche Hintergrund. Das Praktische demnächst in diesem Blog … (zu dem Buchhändlerthema kommt aber später noch was).

:) meiner ist auch ein Kindle
Da ich mich mit dem Thema so gut wie überhaupt noch nicht befasst habe, bin ich bar jeder Ahnung. Mich interessiert vor allem eines: Wo, wie und etwa zu welchem Preis bekommst du Lesefutter? Das kann man dann doch sicher untereinander tauschen – so wie man das mit gekauften Büchern ja auch darf. – Kann man die Datenträger z.B. auch in Bibliotheken ausleihen ähnlich wie Hörbücher? Sicher wird es einiges kostenlos geben, aber das ist dann nicht das, was du lesen willst.
Mit dem angelegten Profil – da würde ich mir keinen Kopf machen, so lange sie mich nicht mit Papierwerbung zupflastern, kann ich es halbwegs ertragen.
Bei A., in 10 Sekunden ist das Buch auf meinem e-Reader. Es wird dann von meinem Konto abgebucht. Preise kannst du dort sehen. Sie sind so unterschiedlich wie bei Papierbüchern auch. Tauschen ist wohl generell möglich, aber ich weiß noch nicht, ob das hier in Deutschland schon geht. In Bibliotheken ausleihen? Keine Ahnung. Ich habe im Moment so viel Lesestoff, dass ich mich danach nicht erkundigt habe. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass das in Zukunft möglich sein wird.
Kostenlos gibt es alle copyrightfreien Klassiker und manchmal Aktionen, wie z.B. nach Weihnachten.
Papierwerbung kommt keine, nur Leseempfehlungen per Mail. Aber da habe ich nichts dagegen, könnte das auch abstellen.
Also soweit ich informiert bin, ist es beim Kindle so, dass man die Bücher nicht einmal auf sein Notebook legen und folglich auch überhaupt nicht verleihen oder sonstwas damit machen kann – was ich als Frechheit empfinde, denn wenn ich ein Papierbuch kaufe, kann ich es doch auch nach Belieben verleihen oder verschenken.
Bekannte von mir machen es jetzt so, dass sie jeweils ihren Kindle tauschen, aber das kann es doch eigentlich nicht sein.
Wie das mit dem Tauschen ist, habe ich immer noch nicht raus, aber ich kann und will mich auch nicht den ganzen Tag mit dem Kindle beschäftigen. Sollte ich es rauskriegen, werde ich es posten. Du musst allerdings unterscheiden zwischen deinen eigenen Geräten und fremden. Wenn du über deinen Computer bei A. ein e-book kaufst, ist es doch auf deinem Computer (oder Notebook). Und dann überträgst du es auf den Kindle. Außerdem weiß ich ganz sicher, dass man es auch aufs i-Pad und i-Phone laden kann (hab’ ich aber alles nicht), aber es ist auf der Hilfeseite von A. beschrieben.
Liebe April,
ich kenne auch eine von meinem Autorenstammtisch, die nun auch einen Kindle hat. Auch von ihr habe ich darüber nur Gutes gehört. Es wäre vom Lesekomfort so, als würde man vom Papier lesen. Also, für die Augen, meine ich.
Liebe Grüße,
Martina
Ja, das stimmt – und nicht nur das. Ich werde noch darüber schreiben …
Pingback: e-Reader – die Hardware | April's Journal
Liebe Ingrid,
du bist so fleißig hier!
Da ich schon seit 3 Jahren “e-reade”, ist auch das eines meiner Themen, so wie es die meisten deiner Themen es sind.
Was das Ausleihen betrifft: Von Kollegen weiß ich, dass ihre Bücher in Bibliotheken zum Ausleihen als Download zur Verfügung stehen. Es ist ein zweischneidiges Schwert, denn eine ausgeliehene Datei lässt sich leicht weiter verleihen, andererseits gibt es so viele Raubkopien überall im Internet, dass man als Autor mit der kostenfreien Weitergabe wohl leben muss. In div. Foren habe ich auch schon von mir “Angebote” entdeckt, doch was will man da machen? P.Coelho, mit dem ich mich vor Jahren mal unterhalten hatte und der seine Bücher damals schon kostenfrei als Download auf seine Website stellte, hat mir dazu erklärt, dass trotz dieser kostenlosen Downloads seine Buchverkäufe gestiegen sind. Bücher, die gefallen, werden nämlich weiterhin gekauft. Das stelle ich auch bei mir fest. Wenn mir ein eBook riesig gut gefällt, kaufe ich mir nachträglich auch das “Papier”buch, einfach, weil ich es haben, sehen, anfassen, riechen, darin blättern möchte.
“Im Klartext: wenn man sich für das Produkt der Firma A. entscheidet, muss man sich im Klaren darüber sein, dass dieser große Konzern Benutzerprofile über einen anlegt …”
Das kannst du umgehen, indem du deine ebooks in einer der vielen Internetbuchhandlungen oder Portale, die keine eigenen e-reader vermarkten, kaufst und sie dir auf den Rechner lädtst und von dort aus den Reader bestückst. Das mache ich von Anbeginn an und fühle mich freier dadurch.
Es gibt ein wundervolles Freeware Programm, mit dem du die Library im Reader bestücken und verwalten, und auch Formatierungen umgestalten kannst: calibre. Damit habe ich auch eigene Texte aus meinen Dateien schon für den Reader umformatiert und dann auf dem Reader oder dem Handy unterwegs Korrektur gelesen, sei es pdf oder epub oder html oder was auch immer.
Oh, entschuldige, dass ich dich nun zugetext habe!
Bin schon weg und lieber Gruß
Elke
PS: Ach, noch was: Seit es Reader gibt, sprechen viele Menschen von dem Wort “Haptik” und von dem “NIEMALS”. Viele dieser Pappenheimer werden ganz schnell ganz still, wenn sie ihren eigenen Reader in Händen halten. Beides, Papierbuch und eBook, gehören nun zu unserer Welt und unserem Leben. Wer sich dem verschließt, ist ähnlich doof wie jene, die noch immer strikt das Internet ablehnen. ;)
Danke für diesen langen Beitrag. Den muss ich mir jetzt mal in Ruhe zu Gemüte führen.
Hast du denn auch einen Kindle? Ich habe eben bei meiner Stadtbücherei geguckt; die haben nur das e-pub-Format und ich müsste mich dann bei Adobe anmelden , irgendso eine Prozedur. Und ich müsste mich natürlich in der Bücherei anmelden. Zu viel, zu umständlich, also erst mal nicht. Im Sinne der Autoren ist es ja auch besser, wenn ich selbst kaufe.
Die meisten Bücher sind aber wohl doch mit diesem DRM (?) Kopierschutz versehen? (was ich natürlich auch richtig finde). Amazon hat ja sein eigenes Format (.mobi)
Von calibre habe ich auch schon gelesen, aber es geht auch nur bei Büchern ohne Kopierschutz.
Was Benutzerprofile angeht, ach, eigentlich ist mir das egal, denn sonst müsste ich mich aus dem Internet verabschieden und es ganz sein lassen, hier auch nur ein Wort zu schreiben. Das war jetzt eher für andere gedacht.
Die Sache mit dem pdf – da werde ich noch drüber schreiben. Ich finde das unlesbar. Aber dazu später mehr.
Schön übrigens, dass Leute zuerst das e-book und dann doch das richtige kaufen. Das Internet hat ja auch nicht das Lesen kaputt gemacht, sondern im gegenteil: beflügelt. So ist das jedenfalls bei mir.
Ich habe mich in meiner Bibliothek auch wegen der eBook-Ausleihe umgetan und die bieten auch nur das Format “ePub” an … wie man diese Dateien dann für den Kindle via Adobe konvertiert, ist mir nicht wirklich klar geworden. Ich hoffe, dass die Firma A. irgendwann auch das Format ePub für die Kindles anbietet, fürchte allerdings, das könnte lange dauern, wenn überhaupt, denn die Firma A. will natürlich Geld verdienen – sprich eBooks verkaufen und nicht dass die Leser, eBooks “nur” leihen, wovon die Firma “A” nicht wirklich etwas hat.
Ich glaube nicht, dass die ePubs anbieten werden; das ist bestimmt ein ganz harter Marktkampf. Soviel ich weiß ist es mit freien ePubs folgendermaßen: Man braucht die Freeware ‘calibre’ auf seinem PC und dann kann man in andere Formate umwandeln. Bei der Bücherei scheint aber wohl ein Kopierschutz zu bestehen, was man ja auch verstehen kann. (Lies mal, was die Märchenfrau geschrieben hat – in einem der Beiträge hier).
Übrigens hattest du neulich mal ein Buch bei dir rezensiert und für sehr gut befunden, das copyrightfrei ist (es spielt an der Ostsee). Ich hab’s mir kostenlos runtergeladen und auch noch andere von dem gleichen Autor (aber noch nicht gelesen).
Meinst Du das Buch “Letzte Fischer” von Volker Harry Altwasser? Und wenn ja, wo hast Du das kostenlos runtergeladen und sogar noch andere seiner Romane?
Nein, Eduard von Kayserling: Wellen (ich lese ja immer dein tolles Litblog), runtergeladen bei Amazon als kostenlosen Klassiker. Goethe auch, Tchechow auch, Heine auch … du siehst, ich werde noch gebildet auf meine alten Tage *g*
“neulich mal ein Buch bei Dir rezensiert”? Das war im August!! ;o) Ja, der Eduard von Keyserling, das ist ein tolles Buch. Werde ich gleich mal schauen, was die sonst noch von ihm anbieten!!
Freue mich, dass Du mein Litblog noch liest – obwohl da ja im Moment auch Pause ist. Hat aber seine Gründe, die in absehbarer Zeit dann auch mal aufgelöst werden. Die
Frequenz der Rezensionen wird dort zukünftig (leider) wohl nicht mehr so hoch sein, wie bisher.
Du hattest eine Jahreszusammenfassung und da war er unter Nr. 10. Es gibt noch mehr von ihm bei A. Du brauchst nur in den Shop zu gehen und ihn unter seinem Namen zu suchen. Da sieht man dann ja, dass es 0,00 Euro kostet. Klar lese/las ich dein Litblog. Deine Bücher entsprechen in etwa dem, was auch ich gerne lese. … Da bin ich aber mal gespannt …
war schon da und hab mir gleich noch einiges von ihm runtergeladen und außerdem noch was von Strindberg. Cechov hatte ich schon was runtergeladen. Der Lesestoff zumindest, wird mir nicht so schnell ausgehen. Ob ich diese Klassiker allerdings im Litblog besprechen werde, bezweifle ich (im Moment noch).
Für heute sag ich “Gute Nacht”!
Die würde ich dort auch nicht besprechen. Ich denke, das interessiert viele nicht. Ich hatte übrigens auch vor, ‘Gute Nacht’ zu sagen, denn ich geh’ jetzt lesen, aber ein Papierbuch ;-)
Und ‘danke’. Ich habe es sehr genossen, mit dir zu plaudern und mit dir und Hans-Georg herumzualbern – wie in ‘alten Zeiten’ ;-)